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Am 27. Mai ist Memorial Day!

May 25, 2019
Sarah Conlon

Memorial Day – zu deutsch „Gedenktag“ – ist landesweit mit Paraden, Barbecues am Strand, Familienausflügen und Besuchen von mit hunderten Flaggen übersäten Friedhöfen verbunden. Inoffiziell leitet der Memorial Day die Sommerzeit ein.

Ein Tag der Erinnerung

Am 1. Mai 1865 versammelten sich befreite Sklaven in Charleston, South Carolina, um dem Ende des Bürgerkrieges, sowie den gefallenen Soldaten zu gedenken, doch auch andere Städte wie Waterloo und Columbus behaupten, der Ursprung dieses Feiertages zu sein. Die Bundesregierung der Vereinigten Staaten setzte 1966 endgültig fest, dass Waterloo der Geburtsort des Memorial Day sei. Fest steht zumindest, dass General John A. Logan drei Jahre später den 30. Mai zum „Decoration Day“ erklärte und dazu aufrief, die Gräber im ganzen Land mit Blumen und Flaggen zu schmücken, um ein sichtbares Zeichen zu setzen.

Ursprünglich war der Tag ein Gedenktag für die Gefallenen des amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1865), doch nach dem Ersten Weltkrieg wurde er als Erinnerungstag für alle Kriegsgefallenen eingeführt. Die Südstaaten feierten ihre eigene Variante des Memorial Day, zu Ehren der gefallenen konföderierten Soldaten. 1971 wurde der Memorial Day als Nationalfeiertag erklärt und auf den letzten Montag im Mai gelegt, um allen US-Amerikanern ein Drei-Tage-Wochenende zu ermöglichen. 2000 unterzeichnete Präsident Bill Clinton den „National Moment of Remembrance Act” – seitdem findet an jedem Memorial Day um 15 Uhr eine Schweigeminute statt. Die amerikanische Flagge wird zügig an die Fahnenspitze gezogen und dann feierlich auf Halbmast gebracht, wo sie bis zur Mittagsstunde bleibt. Für den Rest des Tages ist die Flagge dann wieder auf Vollmast.

Memorial Day Traditionen

Viele Städte in den Vereinigten Staaten veranstalten jedes Jahr imposante Memorial-Paraden, an denen Angehörige des Militärs sowie Mitglieder von Veteranen-Organisationen teilnehmen. Die Straßen sind mit Marschkapellen der Nationalgarde, mit Militärfahrzeugen und mit uniformierten Mitgliedern der Armee erfüllt. Einige der größten Paraden finden in Chicago, New York und Washington, D.C. statt.

Am letzten Sonntag im Mai findet zudem auf dem Rasen vor dem Kapitol das jährliche National Memorial Day Concert statt, das mit der amerikanischen Nationalhymne, gespielt vom nationalen Symphonieorchester, eröffnet wird.

Die Schauplätze, an denen sich die Familien am liebsten tummeln, reichen von Campingplätzen, Nationalparks, Sportanlagen, bis hin zu Stränden. Die American Automobile Association (AAA) prognostiziert, dass rund 40 Millionen Amerikaner an dem verlängerten Wochenende mit dem Auto verreisen, um Kurzurlaube mit der Familie einzulegen. Aber davon lassen sich die Amerikaner nicht entmutigen. Zu den traditionellen Aktivitäten am Memorial-Wochenende gehören der Besuch von Veteranen-Heime, Blumen auf die Friedhöfe zu legen, Gedenkgottesdienste zu besuchen, sowie patriotische Bilder in den sozialen Medien zu verbreiten.

Der inoffizielle Sommeranfang

Memorial Day läutet inoffiziell den Sommeranfang ein und verbindet Besinnlichkeit und Dankbarkeit mit einer unbeschwerten Sommerfreude. Gerne wird die Ursprungsidee hinter Memorial Day in den Hintergrund gerückt, aber der Feiertag ist nicht nur zum Hamburger grillen gedacht. Er dient als Erinnerung an die mutigen Männer und Frauen, die ihr Leben für dieses Land gelassen haben.

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