Leben in den USA

Alltag in den USA

January 3, 2020
Bettina Solfrian

Mehr oder wieder Sport zu treiben, ist wohl die Mutter aller guten Neujahrsvorsätze. Sollte dieser Vorsatz auch auf deiner Liste stehen, bekommst du hier eine Übersicht über die größten Fitness-Studio-Ketten in den USA und wie sich diese voneinander unterscheiden.


Die Bandbreite an Studios ist riesig und du solltest dir vorab ein paar generelle Fragen stellen: Bist du beispielsweise eher der Typ, der sein eigenes Programm an den Geräten durchziehen möchte oder suchst du eher interessante Kurse? Wenn du im Job viel reist, solltest Du unbedingt ein Studio wählen, das über die USA verteilt Niederlassungen hat, die du dann ebenfalls nutzen kannst. Und dann gilt es natürlich auch, einen Preis-Leistungs-Vergleich zu machen. Hier kommen einige davon:


Planet Fitness

Planet Fitness ist das, was wir als “ehrliches” Fitness Studio bezeichnen würden - es geht um körperliche Fitness ohne viel Schnickschnack. “The Judgement Free Zone” nennt sich die Kette daher auch und ist mit 1.859 Filialen eine der größten in den USA. Unter der Woche gibt es einige Gruppenkurse, der Fokus liegt aber eher auf dem Training an den Geräten.

Kostenpunkt: 22.99 Dollar/Monat kostet die PF Black Card, mit der du Zugang zu allen Fitnesscentern hast. Außerdem kannst du jederzeit und kostenlos einen Freund mit ins Fitnessstudio bringen. Alternativ gibt es auch einen 10.00 Dollar/Monat Vertrag mit der Classic Card, mit der du nur ein Studio nutzen kannst und eingeschränkten Zugang hast.

Pluspunkt: Mit der Black Card kannst du nicht nur das Studio nutzen, sondern auch nette Gimmicks wie Bräunungskabinen, Massagestühle und Getränkespecials. Viele Studios haben außerdem 24 Stunden täglich geöffnet.


Blink Fitness

Mit 100 Filialen von Küste zu Küste ist Blink Fitness nicht die größte Kette, punktet aber mit gutem Equipment und ebenfalls fairen Preisen. Kurse gibt es hier nicht, aber es gibt die Möglichkeit, Personal Trainings dazu zu buchen.

Kostenpunkt: Für 26.00 Dollar/Monat darfst du alle Studios landesweit nutzen und bei jedem Besuch einen Freund mitbringen. Allerdings musst du dich für ein Jahr verpflichten, um diesen Deal zu bekommen.

Pluspunkt: Mit der Blink App hast du Zugriff auf Tausende von Fitness-Videos, damit du jederzeit und überall ins Schwitzen kommen kannst.


Crunch Fitness

Crunch Fitness hat über 300 Studios in den USA, Kanada und Australien und bietet im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern auch viele Kurse an. Crunch ist keines dieser anonymen Studios, es versteht sich eher als Teil der Community und möchte dir as Gefühl geben, Teil der Familie zu sein. In vielen Niederlassungen gibt es daher unter der Woche auch Events mit DJs und Gruppen-Trainingskurse.

Kostenpunkt: Für rund 130 Dollar/Monat gibt es Zugang zu allen Crunch-Locations. Bei Nutzung von nur einem Studio gibt es weitere Optionen von 45-105 Dollar/Monat. Die sehr hohe Anmeldegebühr von 300 Dollar wird gerade Anfang des Jahres oft erlassen!

Pluspunkt: In einigen Niederlassungen gibt es Extra-Features wie Dampfbäder und Saunen. Außerdem der schon erwähnte Community Vibe.


YMCA

Die vier in den USA weit verbreiteten Buchstaben stehen für “Young Men's Christian Association”. Ins Leben gerufen wurde der Christliche Verein Junger Männer 1844 in London als Wohlfahrtsbewegung. Seitdem wuchs YMCA rasant an, hat heute Niederlassungen auf der ganzen Welt und ist natürlich längst auch für Frauen. Ziel war und ist es, "Gemeinden durch die Entwicklung von Jugendlichen, gesunde Lebensweise und soziale Verantwortung zu stärken.” Der eher soziale Background erklärt, warum viele Studios sich auf Angebote für Familien spezialisiert haben - von Babyschwimmen bis Kinderballett.

Kostenpunkt: Stolze 106 Dollar/ Monat kostet die unlimitierte Mitgliedschaft - und dabei sind die Studios noch nicht einmal besonders fancy. Die Vorteile liegen eher im Detail: Du kannst alle Filialen nutzen, bekommst immer frische Handtücher und das Kursangebot ist riesig. Bei der Nutzung von nur einem Studio beginnt die Mitgliedsgebühr bei 45 Dollar pro Monat.


Pluspunkt: Viele Niederlassungen verfügen auch über ein Schwimmbad mit Sauna. Außerdem bieten die meisten Studios Kinderbetreuung an.


Class Pass

ClassPass kam 2013 auf den Markt und revolutionierte das gesamte Fitness System. Statt monogam einem Studio anzugehören, bietet das Unternehmen den freien Zugang zu den besten verfügbaren Fitnessklassen über alle Studios hinweg. Ein echtes Highlight also für alle, die (exotische) Kurse lieben. ClassPass hat vor kurzem seine Fitness-Trends für 2019 veröffentlicht. Dabei werden die beliebtesten Trainingseinheiten im ganzen Land analysiert- von Barre-Fans in Tucson über Spin-Fanatiker in Houston bis hin zu Krafttrainingsgruppen in NYC.

Kostenpunkt: Die Pässe sind genauso vielseitig wie das Kursangebot. Beginnend bei 19 Dollar/Monat für 2 Kurse bis hin zu 199 Dollar/ Monat für 36 Kurse.

Pluspunkt: Wenn du erst einmal hinein schnuppern möchtest, bietet ClassPass einen kostenlosen Probemonat an, in dem du bis zu neun Kursen testen kannst.


Ein Vorsatz, viele Umsetzungsmöglichkeiten… Lass dich von den vielen Optionen nicht aus dem Konzept bringen. Es gibt nur eine Lösung: Ausprobieren! Es ist immer gut, sich mehrere Studios anzusehen, bevor du einen Vertrag unterschreibst. Die meisten Studios bieten kostenlose oder wirklich günstige Probezeiten von einem Besuch bis zu einer Woche an. Ganz wichtig dabei: Gehe unbedingt zu den Zeiten, zu denen du regelmässig ins Fitnessstudio gehen möchtest. Je nachdem, ob du sehr früh unter der Woche oder eher am Wochenende trainieren möchtest, kann ein Studio herrlich leer oder furchtbar voll sein :-)

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