Leben in den USA

Alltag in den USA

December 19, 2019
Bettina Solfrian

Sie machen uns 12 Monate lang das Leben jeden Tag ein wenig leichter und doch werden sie am Ende des Jahres gerne vergessen: Hausmeister, Pförtner und Reinigungskräfte in unseren Apartment-Komplexen. Doch wie viel Trinkgeld wird erwartet? Und in welcher Form?

Deutsche Auswanderer und Expats tun sich anfangs meist ein wenig schwer mit dem Trinkgeld geben in den USA. Es wird an so vielen Stellen geradezu erwartet und folgt strengen Benimmregeln. Zu Weihnachten und dem Jahreswechsel kommt dann eine weitere Herausforderung hinzu: Nun gilt es, auch an all die guten Geister zu denken, mit denen wir das ganze Jahr über zu tun haben und die häufig im Hintergrund agieren: Hausmeister, Doorman und weitere Angestellte im Gebäudekomplex darfst du auf Deiner Tipping-Liste auf keinen Fall vergessen.

Dass du an diese Menschen denkst und dich auf dieses Weise für ihre Arbeit bedankst, wird von einem guten Mieter oder Eigentümer des Wohnblocks absolut erwartet. Doch wie viel nun genau und in welcher Form?

Keine Sorge! Auch hier gibt es einige Parameter, anhand derer sich der richtige Betrag ermitteln lässt. Die Höhe des Trinkgeldes hängt zunächst davon ab, ob du Mieter oder Eigentümer bist. Dann spielt natürlich auch die Größe deiner Wohnung eine Rolle und auch die des Gebäudes, in dem du lebst. Hinzu kommt die Dauer, seit der du schon Mieter oder Eigentümer im Gebäude bist. Last but not least entscheidet dann auch die Häufigkeit, in der du mit den Angestellten zu tun hattest, über die Höhe des Trinkgeldes.

Lebst du beispielsweise seit weniger als zwei Jahren in einem 2-bedroom Apartment in einem Gebäude mit maximal 50 Apartments und hast den Service der Angestellten über das Jahr hinweg nur hier und da in Anspruch genommen, dann liegt das empfohlene Trinkgeld bei rund 90 Dollar.

Bist du Mieter eines 3-bedroom Apartments in einem Gebäude der gleichen Größe und hattest ebenfalls selten mit den Angestellten zu tun gehabt, läge das Trinkgeld bei rund 140 Doller. Wenn du allerdings ein Mieter warst, der ständig um Hilfe gebeten hat, dann solltest du den Tip auf rund 170 Dollar erhöhen.

Unabhängig von all diesen Faktoren bleibt allerdings eines gleich: Trinkgeld heißt nicht umsonst TrinkGELD. Natürlich kannst du auch Geschenke machen, vielleicht sogar selbst gebackene Plätzchen verteilen. Aber eben nur zusätzlich zum Trinkgeld, nicht stattdessen. Denn Weihnachten hin oder her - auch an dieser Stelle gilt: Nur Bares ist Wahres!

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